Beschaffungspraktiken | 103-1, 103-2, 103-3

Managementansatz 2016 (Angabe 103-1, 103-2, 103-3)

Ein effektives Management der ökologischen und sozialen Auswirkungen entlang der gesamten Lieferkette ist der Schlüssel zur Sicherung hochwertiger Rohstoffe, zur Bereitstellung nachhaltiger Produkte für unsere anspruchsvollen Kunden sowie zur Gewährleistung ethischer Geschäftspraktiken. Unser langfristiges Ziel ist es, alle unsere Rohstoffe aus nachhaltigen und verantwortungsbewussten Quellen zu beziehen und dies in Übereinstimmung mit den von den Vereinten Nationen formulierten Zielen der nachhaltigen Entwicklung zu tun. Aufgrund der hohen Komplexität, die sich aus den zahlreichen Materialflüssen in unserem Rohstoffportfolio ergibt, stehen unsere Betriebe vor zahlreichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um unsere Beschaffungsziele zu erreichen. Zu diesen Herausforderungen gehören beispielsweise die Schließung von Informationslücken über die Herkunft der Rohstoffe sowie die Bereitstellung von Details, die für die Nachhaltigkeit der Produktion und Verarbeitung von Rohstoffen relevant sind. Diese Informationen sind unerlässlich, um die Leistung im Bereich der Nachhaltigkeit analysieren zu können.

Durch ein systematisches Lieferantenmanagement und die Einhaltung unserer nachhaltigen Beschaffungspolitik stellen wir sicher, dass die Lieferanten auch unsere umfassenden Standards zur Nachhaltigkeit einhalten. Das bedeutet, dass neue Lieferanten über ihr Nachhaltigkeitsprogramm und die Übernahme ökologischer und sozialer Verantwortung entlang ihrer Lieferkette informieren müssen.

Wir fordern den Schutz der allgemeinen Menschenrechte, die Verpflichtung, keine Kinder- oder Zwangsarbeit jeglicher Art zu betreiben, und die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an den Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Darüber hinaus erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie ihren Mitarbeitern das Recht auf Versammlungsfreiheit und Tarifverhandlungen einräumen, zumindest die gesetzlichen Bestimmungen zu Arbeitszeiten und Lohn einhalten und sich klar gegen Diskriminierung und Missbrauch verpflichten.

Wir fordern auch von unseren Lieferanten, dass sie Ressourcen schonen, Luftemissionen, Bodenemissionen oder Abwässer reduzieren und vermeiden, sich für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt einsetzen und Umweltrisiken wirksam vermeiden.

Diese Standards sind Teil unseres konzernweiten Risikomanagementsystems. Dabei führen wir Risiko- und Leistungsbewertungen von Lieferanten unter wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten durch.

Wir bewerten die Nachhaltigkeitsleistungskriterien von Rohstoffen und Produkten anhand eines speziell für diesen Zweck entwickelten Nachhaltigkeitsscorecard-Systems. Dieses Scorecard-System bietet internen und externen Stakeholdern eine bessere Orientierung bei der Entscheidungsfindung für eine verbesserte Nachhaltigkeit. Gleichzeitig arbeiten wir mit Multistakeholder-Initiativen wie SEDEX und der Sustainable Agriculture Initiative zusammen, um die Nachhaltigkeitsleistung entlang der Lieferkette direkter beeinflussen zu können. Dies gilt auch für unseren Ansatz der Rückwärtsintegration. Im Hinblick auf wichtige Kernkompetenzen haben wir für unsere internationalen Produktionsstätten bewusst Standorte gewählt, an denen die überwiegend verwendeten Rohstoffe lokal verfügbar sind. Wir kaufen dort nicht nur unsere Rohstoffe ein, sondern sind auch in die lokale Wirtschaft integriert, produzieren dort und schaffen dort Werte. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, lokale sozioökonomische Strukturen zu unterstützen und maximiert unsere Fähigkeit, die Einhaltung unserer ethischen und ökologischen Prinzipien zu überwachen und zu verbessern (siehe auch Managementansätze für die Umweltbewertung von Lieferanten, Kinderarbeit, Zwangs- oder Pflichtarbeit, Menschenrechtsbewertung und Lieferantensozialbewertung ).

Einen Großteil eines unserer Hauptrohstoffe, der Zwiebel, bezieht Symrise von Landwirten im Umkreis von 50 Kilometern der Werke, in denen das Gemüse verarbeitet wird. Das gilt sowohl für Deutschland als auch Frankreich, wo die Hauptproduktionsorte liegen. Der regionale Einkauf sorgt für geringe Transport- und Energiekosten. Gleichzeitig macht er die gemeinsame Entwicklungsarbeit leichter: Symrise arbeitet mit Beratungsorganisationen wie der Landwirtschaftskammer Hannover, Hochschulen und nicht zuletzt den Erzeugern und Lieferanten daran, die Produkte noch besser zu machen.