Vielfalt und Chancengleichheit | 103-1, 103-2, 103-3

Managementansatz 2016 (Angabe 103-1, 103-2, 103-3)

Eine nachhaltige Personalpolitik ist Teil unserer Unternehmensstrategie („Care“-Säule): Sie vermittelt Ziele und schafft gemeinsam gelebte Werte. Dazu gehören die Förderung von Vielfalt in der Belegschaft (sogenannte Diversity), die dedizierte Förderung junger Familien durch eine familienorientierte Personalpolitik und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (siehe auch 405-1). Hierzu hat der Vorstand von Symrise 2017 ein klares Bekenntnis zur Förderung der Vielfalt ausgesprochen (siehe das Diversity Statement des Vorstands). Durch konkrete Maßnahmen wie unsere familienorientierte Personalpolitik zur Unterstützung junger Frauen und deren Familien, durch einen bewusst überproportionalen Anteil an Frauen in unserem Future Generation Leadership Development Programm und der gezielten Einstellung von Frauen bei gleicher Qualifikation setzen wir unser Diversity Bekenntnis in konkrete Maßnahmen um.

Durch die Unterzeichnung der „Women Empowerment Principles“ haben wir parallel die Grundsätze der Chancengleichheit für Frauen weltweit anerkannt und als Richtschnur für alle unsere Führungskräfte global vorgegeben. Darüber hinaus beruht unser Integriertes Managementsystem auf den Vorgaben der konzernweit verbindlichen Norm Social Accountability 8000 (SA 8000). Diese basiert auf den Konventionen der International Labour Organization (ILO), der Universal Declaration of Human Rights sowie der UN-Konvention für Kinderrechte. Humane Arbeitspraktiken, eine menschenwürdige Beschäftigung und die Berücksichtigung sozialer Aspekte der Beschäftigung sind Grundlagen für unser Handeln an allen Standorten.

Auch durch unsere gut 70 Expatriates, die aus dem Ausland kommen und hier in Deutschland zeitweise arbeiten, fördern wir unsere nationale und kulturelle Vielfalt im Lande. Weltweit sind rund 120 Expatriates in unserer Organisation.

Ein Schwerpunkt im Bereich „Diversity" war im Jahr 2018 die Überprüfung der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der Vergütung gewesen (sogenannte Vergütungsgerechtigkeit). An allen großen Unternehmensstandorten (Deutschland, Singapur, USA und Brasilien) haben wir einen statistischen Vergleich der Gehälter von Männern und Frauen in den jeweiligen landesspezifischen Entgeltgruppen durchgeführt. Dabei konnten wir keine geschlechtsspezifische Diskriminierung von Frauen feststellen. Gesamtgesellschaftliche Trends führen zu individuellen Unterschieden in der absoluten Vergütungshöhe. So arbeiten überwiegend Frauen in Teilzeit und verdienen dadurch weniger als Vollzeit arbeitende Männer. Frauen üben auch seltener technische Berufe als Chemikant aus, die bei uns in der Produktion tätig sind und produktionsspezifische Zusatzvergütungen für Schichtarbeit, Erschwerniszulagen, Vorarbeiter- und Schichtzulagen erhalten. Dadurch sind die Entgelte der in der Produktion beschäftigten Männer höher als die entsprechenden Entgelte der Frauen in gleicher Entgeltgruppe.

Der jährlich durchgeführte sogenannte Boys & Girls-Day wird langfristig dazu führen, dass auch junge Frauen mehr technische Berufe wählen und möglicherweise dann auch für Produktion und Schichtarbeit oder für Ingenieursberufe offen sind.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Personalarbeit lag im Jahr 2018 auf der Integration von Flüchtlingen in unsere Arbeitswelt. Neben Deutschkursen bieten wir im Rahmen der „we together" Initiative in Deutschland Praktika, Umschulungen und andere Beschäftigungsmöglichkeiten an.

Im Rahmen unserer Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung entwickeln und fördern wir auch gezielt Frauen durch Coaching und Mentoring, um einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen einschließlich Vorstand zu erreichen.