Nachhaltigkeit & Verantwortung.
Für uns ist es ent­schei­dend, auf welche Art und Weise unser Unternehmen wächst und erfolgreich ist. Vom Rohstoff­lieferanten bis zum Kunden streben wir stets nach gemeinsamen und tragfähigen Lösungen, von denen alle pro­fitieren.

Mit unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung erfüllen wir die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Fassung der „GRI Standards“ (2016) inklusive der jüngsten Updates ausgewählter Indikatoren aus dem Jahr 2018. Wir folgen dabei dem höchsten Anwendungslevel „In Übereinstimmung – Umfassend“ und legen damit zu allen wesentlichen Themen vollständig Rechenschaft ab. Als aktives Mitglied des Global Compacts leiten uns zudem deren universelle Prinzipien für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung als auch die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – die Sustainable Development Goals (SDGs). Zu deren Erreichung wollen wir nach Kräften beitragen und legen im folgenden Kapitel daher einen besonderen Fokus auf die SDGs, bei denen wir den größtmöglichen Beitrag leisten können sowie durch unsere Geschäftstätigkeit eine besondere Verantwortung haben.

Alle quantitativen und qualitativen Transparenz­informationen, unseren strategischen Ansatz sowie die Management­konzepte unserer wesentlichen Themen haben wir in unsere Nachhaltigkeitsbilanz nach GRI integriert und erfüllen damit die ANFORDERUNGEN DES CSR-RICHTLINIEUMSETZUNGSGESETZES (CSR-RUG) GEMÄß § 289B ABS. 3 HGB. Alle Infor­mationen wurden gemäß dem AA1000 Assurance Standard ­einer externen Prüfung unterzogen.

Publikationen zur Nachhaltigkeit 2018

Unternehmensbericht

Fokus:

  • Integrierte Unternehmensstrategie
  • Zentrale nichtfinanzielle
    Steuerungskennzahlen
  • Nachhaltigkeits­management
  • Beitrag zu den Sustain­able
    ­Development Goals (SDG)

Nachhaltigkeitsbilanz

Fokus:

  • Gesonderter Nichtfinanzieller Bericht
    gemäß § 289b Abs. 3 HGB
  • Alle Kennzahlen und
    Informationen gemäß GRI Standards
  • Fortschrittsmitteilung
    für den Global Compact

Verfügbar auf
ub2018.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz

Nachhaltigkeit bei Symrise

Symrise übernimmt Verantwortung – auch über das Unternehmen hinaus: für Kunden und Konsumenten, für Mitarbeiter, Gesellschaft sowie für unsere Umwelt und die natürlichen Ressourcen. Als weltweit tätiges Unternehmen unterstützt Symrise deswegen aktiv die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele mit 169 Unterzielen wurden im Jahr 2015 von allen UN-Mitgliedsstaaten in der sogenannten „Agenda 2030“ verabschiedet. Die SDGs zeigen Ansatzpunkte für Politik, Wirtschaft und Privatpersonen weltweit zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit auf – vom Ressourcenverbrauch über weltweite Ungleichheiten bis hin zum Klimawandel. Damit hat sich die internationale Gemeinschaft auf den Weg gemacht hin zu einer nachhaltigeren Welt bis 2030. Unternehmen können zur Umsetzung der SDGs eine großen Beitrag leisten, weil sie Umwelt und Gesellschaft – von der Produktion bis zum Vertrieb ihrer Produkte, als Arbeitgeber sowie in Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten entlang der Lieferkette – auf vielfältige Weise beeinflussen. Dieser Verantwortung sind wir uns bei Symrise bewusst und wollen einen wirkmächtigen Beitrag zu den SDGs leisten.

Unternehmenswachstum mit Verantwortung

Unsere Unternehmensstrategie ist auf nachhaltiges, profit­ables Wachstum ausgerichtet. Darunter verstehen wir den dauerhaft belastbaren Ausbau unseres Geschäfts unter konsequenter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen, eine immer effizientere Produktion und ein Portfolio, das hilft, die Grundbedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung zu befriedigen. Unsere Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit bündeln wir mit Blick auf unser Kern­geschäft in den vier Säulen unserer Nachhaltigkeitsagenda: Footprint, Innovation, Sourcing und Care. Damit verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit nachhaltiger Unternehmensführung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Analog zu unseren neuen finanziellen Zielen bis 2025 haben wir 2018 deswegen unsere Nachhaltigkeitsziele überarbeitet und neu justiert (siehe Die globalen Nachhaltigkeitsziele als Kompass).

Organisation und Umsetzung

Das Symrise Sustainability Board ist das globale und geschäftsbereichsübergreifende Gremium, mit dessen Hilfe wir unser Geschäftsmodell konsequent auf nachhaltiges Wirtschaften ausrichten. Unter dem Vorsitz des Chief Sustainability Officers (CSO) kommen in diesem Rahmen mehrmals jährlich Vertreter des Managements zusammen, um sicherzustellen, dass nachhaltigkeitsrelevante Themen und Belange wichtiger Anspruchsgruppen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nicht nur konsequent berücksichtigt, sondern auch geschäftsfördernd antizipiert werden.
Das Sustainability Board beschließt die Nachhaltigkeitsziele, die direkt in den jeweiligen Geschäftsbereichen umgesetzt werden. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Geschäftssegmente Flavor, Nutrition sowie Scent & Care und je einen Vertreter der Stabsabteilungen Personal, Finanzen / Investor Relations und Corporate Communications benannt. Die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG, dem kontinuierlich über den Fortschritt aller Nachhaltigkeitsaktivitäten berichtet wird.
Nachhaltigkeit in den Unternehmensprozessen steuern wir über unser integriertes Managementsystem. Es basiert auf den internationalen Standards zu Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitsschutz (OHSAS 18001), Nachhaltigkeit (ISO 26000), Energie (ISO 50001), sozialer Verantwortung (SA 8000), den allgemein anerkannten Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie weiteren lokal anerkannten Standards.

Führungskräften aus allen Bereichen kommt eine besondere Verantwortung zu, das Thema Nachhaltigkeit in ihren Teams zu operationalisieren und konkrete Ziele zu setzen. Durch die Vereinbarung von konkreten Nachhaltigkeitszielen für alle Führungskräfte und deren Integration in die individuellen Zielvorgaben treiben wir unseren Nachhaltigkeitsansatz konsequent voran. Zur Verankerung des Themas innerhalb der Organisation und bei allen Mitarbeitern führen wir an unseren Standorten regelmäßig verschiedene Aktionen durch, wie beispielsweise den Symrise Nachhaltigkeitstag. Bei diesem zeigen Mitarbeiter durch verschiedene praktische Beispiele, wie nachhaltige Entwicklungsprozesse in den jeweiligen Abteilungen bei Symrise angestoßen und umgesetzt werden und welche Rolle die SDGs für Symrise spielen.

Die globalen Nachhaltigkeits­ziele als Kompass

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele zeichnen den Weg, der für eine nachhaltige Entwicklung beschritten werden muss. Dabei geben sie uns gleichzeitig den Rahmen vor, was wir als Unternehmen leisten können und müssen, um auch zukünftig erfolgreich wirtschaften zu können.
Aufgrund unserer breiten Aufstellung und unseres vielschichtigen Geschäftsmodells müssen wir letztlich alle Ziele im Blick behalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir nicht alle gleichermaßen in Angriff nehmen können, sondern diejenigen in den Fokus rücken müssen, zu denen wir den wirkmächtigsten Beitrag leisten können.

SDG 1: Symrise sucht entlang seiner gesamten Lieferkette – vom Kleinbauern vor Ort als Rohstofflieferanten bis zum Endverbraucher – nach Ansätzen, Wertschöpfung zu erbringen, die allen zugutekommt. Gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern, dem Sponsoring und der Unterstützung gemein­nütziger Projekte leisten wir damit einen Beitrag zur Armutsminderung weltweit.

SDG 2: Für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit setzen wir uns im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den direkten Erzeugern unserer Rohstoffe ein. Durch unsere Strategie der Rück­wärtsintegration können wir direkt auf vorgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette im Sinne unserer Nachhaltigkeits­ziele einwirken und so zum Beispiel die Durchsetzung nachhaltiger Anbaumethoden bei biobasierten Rohstoffen aus der Agrar- oder Forstwirtschaft wirksam fördern. Ebenso zielen wir durch Komplettverwertung der Rohstoffe oder auch Verwendung sogenannter „Neben­ströme“ (zumeist Neben­produkte der Lebensmittelindustrie) auf höchste Rohstoff­effizienz und die Vermeidung von Nahrungsmittelabfällen.

SDG 3: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter ist in unserer Branche von besonders hoher Bedeutung. Über unser Konzept der Null-Unfall-Kultur, Workshops für Führungskräfte sowie regelmäßige interne wie externe Audits treiben wir das Thema im Unternehmen. Durch verschiedene Maßnahmen zur vorbeugenden Gesundheitsvorsorge unterstützen wir zudem unsere Mitarbeiter in einer ganzheitlichen gesunden Lebensführung. Bereits vor der Einstellung von neuen Mitarbeitern führen wir weltweit medizinische Untersuchungen durch und veranlassen Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise Schutzimpfungen.

SDG 4: Der Beitrag für eine hochwertige Ausbildung und lebenslanges Lernen setzt für Symrise natürlich in erster Linie bei seinen Mitarbeitern an. Über geschlechterunabhängige Schulungen, Trainingsmöglichkeiten und Workshops für unsere Mitarbeiter sowie über (soziale) Bildungsprojekte zur nachhaltigen Landwirtschaft vermitteln wir Wissen und fördern das Lernen und die Ausbildung in unserer Lieferkette.

SDG 5: Vielfalt verstehen wir bei Symrise als Wert für Kreativität und Integrität. Die Förderung von Frauen in Führungspositionen ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Die Symrise AG verfolgt das Ziel, langfristig einen Frauenanteil von 20 % im Vorstand zu erreichen. Hierzu sind zwischen Aufsichtsrat und Vorstand konkrete personenbezogene Maßnahmen vereinbart. Allerdings müssen wir laufende Anstellungsverträge respektieren und die Kontinuität im Führungsgremium sicherstellen. Die derzeitigen Vorstandsmitglieder haben Verträge, die in die Jahre 2020 bis 2024 hineinreichen.

SDG 6: Die Verfügbarkeit von hochwertigem, frischem Wasser sehen wir als unerlässlich für unsere Aktivitäten an. Daher setzen wir uns an unseren Standorten weltweit für einen effizienten Einsatz von Wasser sowie die Reduzierung der Abwassermenge- und -emissionen ein und informieren vor Ort über die Bedeutung nachhaltiger Wassernutzung. Unser Engagement und unsere Ergebnisse zum Thema Wasser legen wir regelmäßig über das Water Programm der Investoreninitiative CDP offen.

SDG 7: Als Unternehmen in einer relativ energieintensiven Branche ist unsere Produktion auf eine bezahlbare, zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung angewiesen. Deshalb arbeiten wir ständig daran, unsere Prozesse immer effizienter zu gestalten. Dabei setzen wir an unseren Standorten weltweit auf unterschiedlichste Energiesparmaßnahmen und forcieren den Einsatz erneuerbarer Energien – von Solarmodulen bis hin zu einer eigenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage an unserem größten Unternehmensstandort in Holzminden.

SDG 8: Wir sind überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz untrennbar miteinander verbunden sind. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern, Risiken zu minimieren und neue Chancen zu ergreifen. Wir verstehen Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil. Nachhaltiges Wirtschaften geht für Symrise mit verantwortungsvoller Personal­politik, humanen Arbeitspraktiken sowie einem klaren Bekenntnis zu den Menschenrechten einher. Zu deren Einhaltung verpflichten wir auch unsere Lieferanten und Geschäftspartner.

SDG 9: Die dauerhafte Betriebssicherheit, Umwelteffizienz sowie die Wirtschaftlichkeit unserer Produktionsanlagen besitzt bei Symrise branchenbedingt eine hohe Bedeutung. Dafür haben wir Sicherheitsstandards festgelegt, die für alle unsere Produktionsstandorte weltweit gelten und über interne Audits sowie durch unser Tochterunternehmen TESIUM regelmäßig überprüft werden. Darüber hinaus investieren wir in die lokale Infrastruktur und die Gesundheitsvorsorge vor Ort.

SDG 10: Symrise schafft gleichermaßen Wert für alle Beteiligten weltweit, indem wir die Interessen unserer Stakeholder auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette integrieren. Eine faire Vergütung der Mitarbeiter unabhängig vom Geschlecht ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Durch Tarifverträge in vielen Ländern sowie die Festlegung von Entgeltkategorien stellen wir sicher, dass Unterschiede bei gleicher Arbeit ausgeschlossen sind.

SDG 11: Über die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in den verschiedenen Gemeinschaften, die mit unseren Produktionsstätten in mehr als 40 Ländern verbunden sind, leistet Symrise einen indirekten Beitrag zu nachhaltigen und sicheren urbanen Räumen. In unserer Lieferkette engagieren wir uns außerdem in sozialen und ökologischen Initiativen vor Ort – vom nachhaltigen Nahrungsmittelanbau bis hin zur verbesserten Gesundheitsversorgung in der Stadt und auf dem Land.

SDG 12: Die nachhaltige Ausrichtung unserer Produkte und Prozesse ist für uns ein selbstverständlicher Qualitäts­anspruch, den wir konsequent verfolgen. Insbesondere über unseren Green Chemistry- Ansatz entwickeln wir bestehende Produkte kontinuierlich weiter und konzentrieren uns zusätzlich auf Prozessredesign und die völlige Neugestaltung von Prozessen durch Grüne Chemie und innovative Technologien. Unsere Produkte bewerten wir nach ihrem Nachhaltigkeitsimpact und optimieren diesen fortlaufend.

SDG 13: Symrise steht als produzierendes Unternehmen in der Verantwortung, negative Auswirkungen auf das Klima so weit wie möglich zu verringern. Dabei setzen wir an unseren Standorten weltweit auf zertifizierte Umwelt- und Energie­managementsysteme, eine eigene Klimaschutzstrategie und stellen unsere Fortschritte im Bereich Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung unter anderem durch die Teilnahme an der unabhängigen Investoreninitiative CDP Climate Change jährlich unter Beweis.

SDG 14: Seit der Erweiterung unseres Portfolios mit der Akquisition von Diana ist für uns die nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen von wachsender Bedeutung. Wir haben einen nachhaltigen Ansatz zur Fütterung der Fische mit nahrhafterem Futter entwickelt, müssen keine zusätzlichen Fische zur Futterherstellung zukaufen und tragen durch verschiedene Umweltziele sowie in Kooperation mit Erzeugern vor Ort zur Schonung mariner Ressourcen bei.

SDG 15: Aufgrund unserer Abhängigkeiten von der Produktivkraft der Natur sind der Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt im ureigenen Interesse von Symrise. Aus diesem Grund setzen wir uns weltweit für eine verantwortungsvolle Beschaffung natürlicher Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau oder nachhaltiger Wildsammlung in Einklang mit international anerkannten Biodiversitätszielen und Kriterien ein.

SDG 16: Für uns ist es selbstverständlich, die Gesetze der Länder zu befolgen, in denen wir arbeiten. Häufig gehen unsere eigenen Ansprüche noch deutlich darüber hinaus. Ethische und rechtliche Grundlagen des Arbeitsalltags – von humanen Arbeitspraktiken und einer menschenwürdigen Beschäftigung bis hin zur Vermeidung von Korruption und Bestechung – sind Grundlagen für unser Handeln an jedem Standort und in unserem Verhaltenskodex festgeschrieben.

SDG 17: Die globalen Herausforderungen unserer Zeit können wir nicht im Alleingang lösen. Wir setzen deswegen auf Branchenkooperationen und vorwettbewerbliche Ansätze, bei denen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an langfristig tragfähigen Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung arbeiten.

Fünf SDGs im Fokus

Zu jedem der 17 SDGs bestehen eine Reihe von Unterzielen, welche die konkreten, zu lösenden Aufgaben beschreiben. Bei einigen Themen sind vorrangig politische Entscheidungsträger gefragt, bei anderen sind insbesondere Unternehmen und Zivilgesellschaft gefordert, einen Beitrag entsprechend ihres Gestaltungsspielraums zu leisten. Auf dieser Basis haben wir im Berichtsjahr 2018 eine Reihe von SDGs identifiziert, zu denen wir bei Symrise mit Blick auf unsere Geschäftstätigkeit sowie hinsichtlich der Auswirkungen unseres Handelns auf Umwelt und Gesellschaft eine besonders große Wirkung erzielen können. Zentral ist dabei für uns die Zusammenarbeit mit anderen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um gemeinsam die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

SDG 8 hat ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum mit Vollbeschäftigung unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zum Ziel. Neben Maßnahmen zur Beendigung von Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel sollen insbesondere für junge Menschen, Frauen und Menschen mit Behinderung gleichberechtigte Beschäftigungsverhältnisse geöffnet sowie die Arbeitnehmerrechte weltweit gestärkt werden. Wirtschaftswachstum und negative Umweltauswirkungen gilt es dabei nach Möglichkeit zu entkoppeln.
Als international tätiges Unternehmen hat Symrise hier einen großen Hebel auf die Arbeitsbedingungen seiner Mitarbeiter sowie seiner Partner und Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um einen direkten Beitrag zu einem menschenwürdigen Wirtschaftswachstum zu leisten.

SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum und nachhaltige Produktion

SDG 12 hat den verantwortungsvollen Konsum und nachhaltige Produktionskreisläufe zum Ziel. Darunter fallen ein nachhal­tiges Management und die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen ebenso wie die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, die umweltgerechte Verwendung von Chemikalien und die Minimierung deren nachteiliger Auswirkungen auf die mensch­liche Gesundheit und die Umwelt bis hin zur Verringerung der Abfallmenge durch Vermeidung, Reduzierung, Recycling und Wiederverwendung.
Das Kerngeschäft von Symrise – als die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse nach Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden – ist aufs Engste mit diesen Zielen verknüpft. Über die nachhaltige und effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen für unserer Produkte und Prozesse haben wir hier direkte Einflussmöglichkeiten.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

SDG 13 beschreibt Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Über internationale politische Rahmenwerke und Zielkorridore zum Klimaschutz hinaus liegt für die Wirtschaft ein Schwerpunkt auf der Implementierung konkreter Klimaschutzmaßnahmen in ihre jeweiligen unternehmerischen Strategien und Planungen vor Ort.
Hier hat Symrise als produzierendes Unternehmen einer energieintensiven Branche eine besondere Verantwortung und Hebelwirkung über seine eigenen Standorte hinaus – sei es mit der Verpflichtung zu weitsichtigen Klimazielen bis hin zu konkreten CO2-Einsparquoten.

SDG 14 und 15: Biodiversität

SDG 14 und 15 zielen auf den Schutz natürlicher Lebensräume an Land sowie unter Wasser. Darunter fallen die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Wiederherstellung der Ozeane und Süßwasserökosysteme, der Wälder, Berge, Feucht- und Trockengebiete und ihrer natürlichen Ressourcen und Ökosystemleistungen, die für unsere Rohstoffversorgung essenziell sind. Neben dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität und ihrer Bestandteile ist ein geregelter Zugang zu genetischen Ressourcen und eine gerechte Verteilung der aus ihrer Nutzung entstehenden Vorteile mit den Ursprungsländern ebenso zentral, um den Erhalt der Artenvielfalt und die ökologische Integrität der globalen Ökosysteme sicherzustellen.
Aus diesem Grund identifizieren wir konsequent alle erdenklichen Einflussmöglichkeiten, um unser Geschäftsmodell in Einklang mit der Umsetzung internationaler Biodiversitätsziele zu bringen.

SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

SDG 17 beschreibt die Notwendigkeit globaler Partnerschaften, Multi-Stakeholder-Initiativen und Kooperationen zum Austausch von Wissen, Technologie und Finanzmitteln zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele.
Der Wissenstransfer und die Synergien zwischen dem eigenen Unternehmen und NGOs, Lieferanten, politischen Institutionen und Partnern vor Ort sind Grundlage der Geschäftstätigkeit von Symrise und somit aller Beiträge des Unternehmens zu den SDGs. Auf die konkreten Partnerschaften wird im Folgenden beim jeweiligen thematisch passenden SDG verwiesen.

SDG 8
Menschenwürdige Arbeit und
Wirtschaftswachstum

Commitment

Symrise strebt nach bestmöglichen, gleichberechtigten und sicheren Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter und Lieferanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Eine geschlechtsunabhängige Entlohnung ist für uns dabei selbstverständlich. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 der Anteil von Frauen auf der ersten, globalen Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 20 %, auf der zweiten, globalen Führungsebene mindestens 25 % betragen soll. Wir zahlen Steuern dort, wo wir wertschöpfend tätig sind und tragen mit unseren Abgaben dazu bei, dass staatliche und kommunale Investitionen in Infrastruktur und das Gemeinwohl möglich sind. Bis 2025 planen wir eine globale Steuerquote von überdurchschnittlichen 26 – 28 %.

MASSNAHMEN

Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Pfeilern Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Eine verantwortungsvolle Personalpolitik ist Teil unserer Unternehmenskultur. Dazu gehören Qualifikation und Weiterbildung unserer Mitarbeiter genauso wie die Förderung von Vielfalt in der Belegschaft und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (siehe auch Karrierepfade).

Im Jahr 2018 haben wir an unseren großen Standorten eine geschlechtsspezifische Analyse der Entgelte von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vorgenommen. Am Beispiel unseres Standortes Deutschland mit den meisten Mitarbeitern zeigt sich, dass die durchschnittliche Vergütung der Frauen von der durchschnittlichen Vergütung von Männern nicht signifikant abweicht (statistisch nicht signifikante Unterschiede von < 2 %). Dabei haben wir die persönliche Entscheidung jedes einzelnen, in Teilzeit zu arbeiten, rechnerisch bereinigt. Die verbleibenden, nicht signifikanten Unterschiede beruhen auf produktionsspezifischen Entgeltbestandteilen wie Erschwerniszulagen, auf tätigkeitsbezogenen Entgelten wie Vorarbeiter- oder Meisterzulagen oder sind durch unterschiedliche, tarifliche Entgeltniveaus für kaufmännische oder technische Berufe vorgeben.

Unser Integriertes Managementsystem beruht auf den Vor­gaben der konzernweit verbindlichen Norm Social Account­ability 8000 (SA 8000). Sie basiert auf den Konventionen der International Labour Organization (ILO), der Universal Declaration of Human Rights sowie der UN-Konvention für Kinderrechte. Humane Arbeitspraktiken, eine menschenwürdige Beschäftigung und die Berücksichtigung sozialer Aspekte der Beschäftigung sind Grundlagen für unser Handeln an jedem Standort. Auch von unseren Lieferanten und Geschäftspartnern fordern wir die Wahrung der allgemeinen Menschenrechte. Bevor ein neuer Lieferant oder Geschäftspartner aufgenommen wird, ist die schriftliche Bestätigung zum Erhalt und der Einhaltung der Vorgaben des Symrise Code of Conduct vorzulegen. Die internationale Plattform der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ist ein wertvolles Werkzeug, mit dem wir Lieferanten leichter beurteilen und unsere eigenen Daten gegenüber Kunden offenlegen können. Seit 2006 veröffentlichen wir auf der Plattform Informationen zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechten, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt und ethischen Geschäftspraktiken. Seit 2012 haben wir unsere wichtigsten Lieferanten dazu aufgefordert, sich bei SEDEX zu registrieren und dort ihre Daten offenzulegen, damit wir eine Bewertung vornehmen können. Bei Lieferanten mit besonders ausgeprägtem Risiko, kritischen Rohstoffen oder in der Bewertung offenkundig gewordenen Problemen führen wir selbst Audits durch oder lassen Audits durch unabhängige Unternehmen durchführen. Unser Ansatz zur Rückwärtsintegration ermöglicht uns darüber hinaus, auf die Einhaltung unserer Vorgaben direkt Einfluss zu nehmen.

Zudem konzentrieren wir uns auf den Aufbau starker Gemeinschaften vor Ort, um langfristig stabile Lieferketten und damit ein sicheres und starkes Wachstum zu ermöglichen. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie kooperieren wir dabei mit Gemeinschaften in Schwellenländern und fördern wichtige Entwicklungen, die Vorteile für alle Stakeholder mit sich bringen.

STATUS QUO

2018 betrug unsere globale Steuerquote 28,1 %. Damit liegen wir deutlich über dem durchschnittlichen effektiven Steuersatz für Unternehmen in Deutschland.

Von 9.694 Mitarbeitern (Vorjahr: 9.387) waren 2018 3.806 weiblich. Dies entspricht einem Anteil von 39,3 % (Vorjahr: 38,7 %). Mit einem Frauenanteil im Jahr 2018 von 27 % in der ersten Führungsebene (Vorjahr: 21 %) sowie 42 % in der zweiten Führungsebene 2018 (Vorjahr: 44 %) ist Symrise auf gutem Wege, seine für 2025 gesetzten Ziele zu erfüllen.

Es existieren aktuell keine Hinweise für eine geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung weiblicher und männlicher Erwerbstätiger bei Symrise. Entgeltunterschiede können sich aber aus der Art der Tätigkeit ergeben, wie zum Beispiel Schichtarbeit mit entsprechender Schichtvergütung.

Bei unser letzten großen Mitarbeiterbefragung im Jahr 2016 nahmen etwa 5.400 unserer Mitarbeiter teil (das entspricht einer Quote von 80 % in den beteiligten Ländern). Das positive Feedback war überwältigend: 90 % waren sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrer Arbeit, wobei 95 % angaben, dass sie ihre aktuelle Stelle ohne zu zögern erneut antreten würden. Dieses positive Bild von Symrise als Arbeitgeber wurde auch im Jahr 2018 durch die Auszeichnung als Top-Arbeitgeber Deutschlands bestätigt – das Unternehmen belegte den achten Platz in der Chemie- und Pharmabranche.

Partnerschaften

Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort übernehmen wir vom Amazonas bis Madagaskar langfristig Verantwortung für alle Mitarbeiter in uns verbundenen Gemeinschaften und bringen uns in sozialen Projekten ein. Beispielsweise fördern wir in einem mehrjährigen Projekt die nachhaltige Bewirtschaftung des Amazonasgebiets gemeinsam mit dem brasilianischen Kosmetikhersteller „Natura“ und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Ziel dieses Projektes ist neben dem Schutz des dortigen Regenwaldes auch eine deutlich verbesserte Wertschöpfung für die lokalen Bauern und Kooperativen.

In Madagaskar arbeiten wir darüber hinaus seit Jahren mit internationalen Kooperationspartnern und NGOs – wie UNICEF, der GIZ oder Save the Children – zusammen und unterstützen die lokalen Gemeinschaften vor Ort, beispielsweise bei der Verbesserung der Anbaumethoden der lokalen Vanillebauern, beim Zugang zu fairen Finanzdienstleistungen oder Gesundheitsprogrammen, wie kostenlosen Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen.

Volkswirtschaftlicher Beitrag26 – 28 % globale SteuerquoteZiel bis 2025
GESCHLECHTSUNABHÄNGIGE VERGÜTUNGGleicher Lohn für gleiche ArbeitBestätigt durch eine statistische Analyse an unseren großen Standorten
Ausbildungsqualität
Bester Ausbilder 2018Bewertung durch die Magazine „Capital“ und „Testbild“

SDG 12
Verantwortungsvoller Konsum und
nachhaltige Produktion

Commitment

Das Produktspektrum von Symrise umfasst rund 30.000 Produkte, die in 160 Ländern weltweit zum Einsatz kommen. Dabei liegt für uns die Herausforderung darin, Produkte zu entwickeln, die sowohl unterschiedlichen Bedürfnissen und Erwartungen von Konsumenten entsprechen als auch gleichzeitig einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden und die Gesellschaft schaffen können. Für jede strategische Produktgruppe erarbeiten wir deswegen ein individuelles Nachhaltigkeitskonzept und steigern so kontinuierlich den positiven Nutzen und verringern gleichzeitig den Fußabdruck unserer Produkte. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass wir bis 2025 über 12 % unseres Umsatzes mit neuen Produktentwicklungen generieren möchten.

Für eine nachhaltige Produktion haben wir uns entsprechende Ziele in den Bereichen gesetzt, wo wir die größten Auswirkungen haben: bis 2025 wollen wir unsere spezifischen CO2-Emissionen um 50 % gegenüber 2016 und den chemischen Sauerstoffbedarf im Wasser sowie unsere sensitiven Abfälle jeweils um 60 % gegenüber 2010 verringern (siehe auch Erfolgsbilanz und Ziele 2020/2025).

MASSNAHMEN

Innovation ist einer der wesentlichen Treiber für Nachhaltigkeit bei Symrise. Auf Basis spezifischer Indikatoren, die am Konzept der „Planetary Boundaries“ ausgerichtet sind, überprüfen wir seit 2012 unsere Produkte und Projekte hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsleistung. Ein zentraler Baustein für effiziente Prozesse und umweltfreundliche Produkte ist die systematische Anwendung unseres Green Chemistry-Ansatzes: Wir entwickeln bestehende Produkte kontinuierlich weiter und konzentrieren uns zusätzlich auf Prozessredesign und die völlige Neugestaltung von Prozessen durch Grüne Chemie und innovative Technologien. So entwickeln wir beispielsweise eigene Technologien wie unser patentiertes SymTrap® Verfahren. Damit können wir geschmacksaktive Komponenten vollständig aus den Seitenströmen der Rohstoffverarbeitung herauslösen und so eine maximale und gleichzeitig energiesparende Ressourcenausbeute erzielen.

Zusätzlich haben wir ein Bewertungssystem entwickelt, das uns ermöglicht, für jedes Produkt den spezifischen Nachhaltigkeitsimpact auszuweisen – zum Beispiel hinsichtlich Energieeinsatz, CO2-Ausstoß oder Wasserverbrauch. So können wir und unsere Kunden noch gezielter Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen und das jeweilige Endprodukt nach­haltig optimieren (siehe Grafik „Sustainability Scorecard“). Unsere Analyse und Bewertungsmethode wurden durch eine externe Prüfung validiert.

Der effiziente Einsatz und die Einsparung von natürlichen Ressourcen ist bei allen unseren Produktinnovationen entscheidend – sowohl für die Nachhaltigkeit als auch für die Profi­tabilität von Symrise. So arbeiten wir mit Erfolg daran, ­geeignete Seitenströme aus der land- und forstwirtschaftlichen Produktion oder der Nahrungsmittelherstellung wertschöpfend einzusetzen. Dabei werden auch biotechnologische Ansätze und neue physikalische Trenntechnologien geprüft. Zu den wichtigsten Rohstoffen zur Herstellung von Duftstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohstoffen zählen ­beispielsweise Rohsulfat-Terpentin, ein Nebenprodukt aus der Zellstoff- und Papierindustrie, und D-Limonen, ein Nebenprodukt aus der Zitrus-Industrie. Mit Blick auf nachwachsende Rohstoffe rückt außerdem die Ressource Holz verstärkt in den Fokus. Ein innovatives Produktbeispiel ist der SymroxaneTM Duftstoff: Seit Juni 2018 ist der neuartige Duftstoff, hergestellt mittels chemischer Reaktionen aus einem Bestandteil des Baumharzes der asiatischen Kiefer, auf dem Markt. 91 % der C-Atome in einem Molekül werden dabei aus nachwachsenden Ressourcen gewonnen.

Weitere Beispiele sind bereits bestehende Produkte aus der Zwiebel, für die die gesamte Prozesskette von der Sortenauswahl über den landwirtschaftlichen Anbau bis hin zur Verarbeitung und Abfallvermeidung neu betrachtet wurde. Eine solche radikale Vorgehensweise bringt wegweisende Möglichkeiten: So werden Nebenprodukte eliminiert, die Rohstoffeffizienz gesteigert und der ökologische Fußabdruck unserer Produkte erheblich reduziert.

STATUS QUO

Im Jahr 2018 haben wir 200 Mio. € (Vorjahr: 196 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. 1.728 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.659) waren im Berichtsjahr in diesem Bereich be­schäftigt und konnten 60 Patente einreichen (Vorjahr: 42).
Mit 17,1 % Umsatz aus neuen Produktentwicklungen haben wir unseren Zielwert von 12 % für 2025 außerdem bereits zum wiederholten Mal übertroffen (Vorjahr: 15,9 %). Mit einer Steigerung der Ökoeffizienz um 45 % der CO2-Emissionen, 71 % des chemischen Sauerstoffbedarfs sowie 47% der sensitiven Abfälle im Vergleich zu 2010 sind wir auf gutem Wege, unsere für 2025 gesetzten Ziele zu erreichen.

Mit unserer Product Sustainability Scorecard können wir die Auswirkungen jedes einzelnen Inhaltsstoffs unserer Produkte entlang der Wertschöpfungskette erfassen. Dadurch ermöglichen wir unseren Kunden, im Vergleich zu verfügbaren Alternativen, den umweltfreundlichsten Weg einzuschlagen.

Partnerschaften

Nachhaltige Innovationen verlangen eine enge Zusammenarbeit und Perspektivenwechsel aus der ­eigenen Branche heraus. Daher arbeiten wir in ­unterschiedlichsten Bereichen mit öffentlichen Forschungsinstituten und hochspezialisierten Part­nerunternehmen zusammen, wie zum Beispiel seit 2016 mit verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt zur Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie. Durch das Forschungsprojekt werden unter ­anderem Nahrungsmittelnebenströme bei der Rapsverarbeitung erkundet und bewertet, die als Verarbeitung in Getränken und Lebensmitteln einen Ersatz für tierische Proteinquellen darstellen können.

Ein anderes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit einem italienischen Biotechnologieunternehmen bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung von fettiger Haut aus nachhaltigen Rohstoffquellen. Als erstes Produkt aus dieser Zusammenarbeit wurde 2018 „SymControlTM Care“, das aus einer marinen Mikroalge stammt, von Symrise weltweit eingeführt. Weitere Produkte aus nachhaltigen Quellen mit ergänzendem Wirksamkeitsprofil befinden sich in der Entwicklung.

Im Bereich Oral Care erforschen wir seit 2015 mit mehreren europäischen Universitäten die positiven Auswirkungen von Probiotika auf die Mundhygiene und entwickeln verschiedene Lösungen für Mundpflegeanwendungen. Unsere Probiotika stellen dabei natürliche, wirksame und nachhaltige Inhaltsstoffe dar und sind selbst nachwachsende Rohstoffe.

Animal Welfare als
Verpflichtung

Tiere und Rohstoffe tierischen Ursprungs dienen dem Menschen in vielfältiger Weise, vor allem in der Lebensmittelproduktion. Einzigartige Geschmacks- und Ernährungslösungen gehören auch zum Produktportfolio von Symrise – daher sehen wir das Engagement für eine Verbesserung des Tierwohls als einen wich­tigen Teil unserer Unternehmenspolitik. Über die ethischen Ansprüche hinaus, die wir an uns selbst und unsere Tätigkeit stellen, könnte ein unverantwortlicher Umgang mit Tieren für Symrise zu einem erheblichen Reputationsverlust bei wichtigen Stakeholdern und damit zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden führen. Wir teilen die wachsenden Bedenken von Konsumenten und Kunden hinsichtlich der Umstände, wie Tiere gehalten und behandelt werden, und sehen auch ganz klar die Wechselwirkung zur Qualität von Nahrungsmitteln. Tierwohl ist für Symrise eine selbstverständliche Verpflichtung.

Der Vorstand wird mehrmals im Jahr durch das Sustainability Board über aktuelle Entwicklungen informiert. Wir haben im vergangenen Jahr eine Policy erarbeitet, die den Umgang mit Tieren und den Bezug tierischer Rohstoffe regelt. Inhalts- und Geschmacksstoffe, die auf Rohstoffen aus Huhn basieren, stellen volumenmäßig bei Symrise den größten Anteil dar. Daher haben wir als ersten Baustein eine Tierwohl-Policy im Bereich Geflügel, speziell Hühner, entwickelt. Sie umfasst klare Mindestanforderungen an die Haltung und Aufzucht, den Transport und die Schlachtung. Die Policy sieht darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen der Betriebe, eine kontinuierliche Verbesserung der Tierhaltung und einen jährlichen Fortschrittsbericht vor. Wir wollen bis 2023 100 % unserer huhn-basierten Rohstoffe in den USA und bis 2026 in Europa aus nachhaltigen Quellen beziehen. Da keine einheitlichen international anerkannten Standards für Tierwohl bestehen, arbeitet Symrise mit der international hoch angesehenen Tierschutzorganisation „Compassion in World Farming“ (CIWF) zusammen, um eine zügige Umsetzung seiner Policy in der Lieferkette zu erreichen.

SDG 13
Maßnahmen zum Klimaschutz

COMMITMENT

Symrise hat sich verpflichtet, seinen Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren. Bis 2025 haben wir uns dabei zum Ziel gesetzt, unsere Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 2016 bezogen auf die Wertschöpfung um 50 % zu reduzieren. Unsere Zulieferer, die Rohstoffe von mindestens 80 % des gesamten Einkaufsvolumens liefern, verpflichten wir außerdem bis 2020, sich zu eigenen Klimazielen und Reduktionsmaßnahmen zu bekennen. Bis 2050 wollen wir schließlich klimapositiv sein – unter anderem durch den Einkauf umweltfreundlicher Energien sowie die Abgabe überschüssiger Energie an die lokalen Gemeinschaften vor Ort.

MASSNAHMEN

Unsere Klimaschutzziele bauen auf vier Schlüsselbereichen auf: der Schonung wertvoller Ressourcen, der effizienten Beschaffung von Rohstoffen (siehe SDG 12), dem Schutz von Biodiversität und Ökosystemen (siehe SDGs 14 / 15) sowie dem Bau grüner Produktionsstätten. Unsere Produktionsstandorte mit den höchsten potenziellen Umweltauswirkungen befinden sich dabei entweder in Ländern mit einer strengen Umweltregulierung und / oder besitzen zusätzlich ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Außerdem werden als Mindeststandard die Anforderungen von SMETA 4 Pillar eingehalten und regelmäßig extern verifiziert. Alle deutschen Standorte verfügen darüber hinaus über ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Im Jahr 2018 haben wir uns darauf konzentriert, unser dynamisches Wachstum in den verschiedenen Anwendungsbereichen von seinen möglichen Umweltauswirkungen zu entkoppeln. So haben wir unsere Energiebilanz in Schwerpunktbereichen durch zusätzliche Maßnahmen noch weiter optimiert und im Rahmen der Total Productive Maintenance einen stärkeren Fokus auf die Reduzierung von Klima- und Gewässeremissionen gelegt. Unsere Fortschritte im Bereich Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung dokumentieren wir unter anderem durch die Teilnahme an der unabhängigen Investoreninitiative CDP.

Als eines von derzeit weltweit 513 Unternehmen unterstützt Symrise seit 2018 darüber hinaus die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Die Task Force setzt sich dafür ein, dass Unternehmen den finanziellen Einfluss des Klimawandels auf ihr Unternehmen in ihren Geschäftsberichten offenlegen. Die Unternehmen teilen dabei Informationen zu ihrer Governance, zu den Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit und Strategie und zum Chancen- und Risikomanagement mit und verfolgen ihre Ziele auf Basis vorgegebener Kennzahlen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Empfehlungen auf den Chancen und Risiken, die sich aus dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ergeben. Die TCFD empfiehlt außerdem, mögliche Auswirkungen zu erläutern, die sich aus klimabezogenen Risiken anhand verschiedener Szenarien, wie beispielsweise einer globalen Erwärmung um zwei Grad Celsius, ergeben können. Symrise befürwortet die Ziele der Initiative und kommuniziert bereits zahlreiche Klimadaten in den jährlich veröffentlichten Unternehmens­berichten sowie im Rahmen des CDP Climate Change.

STATUS QUO

Im Jahr 2018 konnte Symrise im Vergleich zu 2017 die spezifischen CO2-Emissionen (Scope 1 und 2) um 3 % reduzieren (2010 – 17: 42 %). Damit sind wir hinsichtlich unseres Ziels auf gutem Wege. Dies zeigt sich auch in externen Bewertungen: Im Berichtszeitraum konnte Symrise ebenfalls erneut im CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) Rating überzeugen. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise auch in diesem Jahr erneut mit der Bewertung „A-“ sowohl in der Kategorie Klima als auch in der Kategorie Wald zur Spitzengruppe. Auch in der Kategorie Wasser wurde mit der sehr guten Benotung „B“ eine Position weit vor anderen namhaften Unternehmen erreicht.

Symrise war das erste Unternehmen der Branche, dessen Klimastrategie von der Science Based Target Initiative genehmigt wurde. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Unternehmen unter Leitung des Carbon Disclosure Project, des World Resources Institute, des Worldwide Fund for Nature (WWF) und des United Nations Global Compact. Wir tragen aktiv dazu bei, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Symrise übernimmt in Deutschland eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und handelt konform mit den Beschlüssen der UN-Klimakonferenzen COP 21 in Paris und COP 22 in Marrakesch.

Partnerschaften

Der Klimawandel macht nicht vor Unternehmens- oder Ländergrenzen halt. Symrise hat das Potenzial internationaler und branchenübergreifender Kooperationen für Maßnahmen zum Klimaschutz erkannt – beispielhaft hierfür stehen die Unterstützung des TCFD (siehe Grafik) oder die jährliche Teilnahme am CDP.

Mit der AfB gGmbH haben wir 2018 darüber hinaus eine Partnerschaft zur Wiederverwendung unserer IT-Altgeräte für Deutschland geschlossen. Diese werden in den Inklusionswerkstätten der AfB bereinigt, aufbereitet und wieder vermarktet. Neben der Förderung von Menschen mit Behinderung steht hierbei insbesondere der Ressourcen- und Klimaschutz im Mittelpunkt. Insgesamt konnten 95 % unserer Geräte wieder in den Umlauf gebracht werden, so dass im Vergleich zur Herstellung und Nutzung neuer Geräte etwa 8 Tonnen CO2 eingespart wurden.

Unser TCFD Commitment

Governance

Der Chief Sustainability Officer als Leiter des Sustainability Boards legt Nachhaltigkeitsziele fest unter Berücksichtigung der Vorstandsverantwortlichkeiten zu klimabedingten Themen. Die Umsetzung erfolgt direkt in den jeweiligen Geschäftsbereichen. Der CSO berichtet regelmäßig an den Vorstandsvorsitzenden, der für die Gesamtstrategie der Symrise AG verantwortlich ist.

Strategy

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels werden in unseren Finanzplanungsprozess einbezogen, da diese sowohl unsere Betriebskosten ebenso wie unsere Umsatzentwicklung beeinflussen. Auf der einen Seite kann dies zu steigenden Strom- oder Rohstoffpreisen führen, die aus Rohstoffverknappungen, Regulierungsbestrebungen oder Ernteausfällen resultieren. Auf der anderen Seite können aber klimarelevante energieeffiziente Technologien wie unsere Kraftwärmekopplungsanlage oder unsere Müllverbrennungsanlage Kostensenkungen erwirken. Die globale Erwärmung, insbesondere heiße Sommer, können zudem zu einer steigenden Nachfrage nach einigen unserer Produkte, beispiels­weise im Bereich Cosmetic Ingredients, führen.

Unser Zugang zu Kapital wird im Allgemeinen positiv durch unsere Leistung im Bereich des Klima­wandels beeinflusst. So wurden wir vom CDP als Climate Leaders ausgezeichnet und auch SRI-Fonds mit MSCI- und ISS-oekom-Ratings bewerteten die klimabedingte Performance von Symrise sehr positiv. Der Anteil der nachhaltigen und verantwortungsbewussten Investoren (Sustainable and Responsible Investors, SRI) stieg im vierten Quartal 2017 leicht um 1,3 Prozentpunkte. Der SRI-Besitz entspricht 14,1 % der institutionellen Aktien.

Symrise hat noch keine klimabezogene Szenarioanalyse durchgeführt, plant dies aber mittelfristig einzuführen. Bestehende Szenarien wie zum Beispiel das IEA_2DS-Szenario, sind für uns dabei nur bedingt geeignet. Infolgedessen wird eine Reihe von klimarelevanten und nicht-klimarelevanten Treibern betrachtet, um konsistente Szenarien zu entwickeln.

Risk Management

Unsere Abteilung Corporate Sustainability bewertet regelmäßig unternehmensweit klimabedingte Risiken. Das Risikomanagement im Hinblick auf Risiken und Chancen des Klimawandels wird vom Vorstand und vom Aufsichtsrat halbjährlich überprüft. Prozessbezogene Risiken sind mit marktbezogenen Risiken verknüpft. Ziel dieses Verfahrens ist es, wesentliche Risiken zu identifizieren und zu bewerten, um die positive Geschäftsentwicklung von Symrise sicherzustellen.

Die Risiken werden auf Bruttorisikobasis und nach den Kriterien „EBIT-Effekt“ und „Wahrscheinlichkeit“ bewertet. Mit diesem Prozess bestimmen wir die relative Bedeutung von klimabedingten Risiken im Vergleich zu anderen Risiken.

Metrics & Targets

Im Rahmen unserer, von der Science-based Target Initiative bestätigten Klimazielsetzung, möchten wir bis 2025 unsere spezifischen Treibhausgasemissionen um 50 % im Vergleich zu 2016 reduzieren. Unsere Zulieferer, die Rohstoffe von mindestens 80 % des gesamten Einkaufsvolumens liefern, verpflichten wir außerdem bis 2020, sich zu eigenen Klimazielen und Reduktionsmaßnahmen zu bekennen. Bis 2050 wollen wir schließlich klimapositiv sein – unter anderem durch den Einkauf umweltfreundlicher Energien sowie die Abgabe überschüssiger Energie an die lokalen Gemeinschaften vor Ort.

Weitere Daten und Informationen legen wir im Rahmen des CDP Climate Change sowie in unserer Nachhaltigkeitsbilanz offen.

SDG 14/15
Schutz der Biodiversität

COMMITMENT

Die globale Artenvielfalt ist für Symrise als Quelle von Inspiration und natürlichen Rohstoffen unabdingbar, um stetig neue Aromen und Düfte zu kreieren. Die Bewahrung der Biodiversität stellt deswegen ein essenzielles Anliegen von Symrise dar. Wir haben uns verschiedene konkrete Ziele gesetzt, die zum Schutz der Biodiversität beitragen: Darunter fällt unter anderem die Entwicklung von auf Biodiversität basierenden und innovativen Rohstoffen in unseren Exzellenzzentren auf Madagaskar und in Brasilien bis 2020. Im selben Zeitraum zielen wir auf die komplette Integration unserer Forschungsabteilung in Übereinstimmung mit den internationalen Regelungen zu biodiversitätsbasierten Innovationen. Den Anteil von Hauptlieferanten, die nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet wurden, wollen wir bis 2025 auf 100 % steigern. Bis 2025 möchten wir schließlich 100 % unserer strategischen landwirtschaftlichen und aquakulturellen Rohstoffe nachhaltig beziehen (siehe auch Erfolgsbilanz und Ziele 2020/2025).

MASSNAHMEN

Mit der Unterzeichnung des Business & Biodiversity Pledges der UN Konvention zur Biologischen Vielfalt haben wir uns im Jahr 2017 – ergänzend zu unserer bereits 2014 veröffentlichten Biodiversitäts-Agenda – zur Umsetzung eines betrieb­lichen Biodiversitätsmanagements bekannt, um die Kernziele der UN Biodiversitätskonvention wirksam zu unterstützen. Dazu gehören der Erhalt der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung der Biodiversität resultierenden Vorteile mit den Ursprungsländern.

Um den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Anbausystemen zu stärken, ist Symrise bereits 2016 der Sustainable Agri­culture Initiative (SAI) beigetreten. Auf der Plattform haben sich 90 der wichtigsten Lebensmittelhersteller und -zulieferer der Welt organisiert. Anbauer und Rohstofflieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, sollen bestimmte Kriterien erfüllen, wenn es um die Wasser- und Landnutzung, die Düngung und den Pflanzenschutz geht. Die SAI hat dazu Kriterien, die eine gute fachliche Praxis beschreiben, sowie das „Farm Sustainability Assessment“ entwickelt – ein einfach zu nutzendes Werkzeug, mit dem die Erfüllung der Kriterien aufgenommen und bewertet werden kann.

Der Vorteil für die beteiligten Unternehmen: Die Zulieferer bis hin zu den einzelnen Erzeugern lassen sich einfach und unabhängig mitein­ander vergleichen. In Deutschland hat Symrise das „Farm Sustainability Assessment“ mit den Zwiebelbauern umgesetzt. Dabei schauen wir uns gemeinsam die Produktion und die landwirtschaftlichen Techniken an und erheben danach die Daten. Unternehmen können so Rohstoffe finden und als nachhaltig qualifizieren und damit Anforderungen der Kunden erfüllen. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht dabei stets ein partnerschaftlicher Ansatz, bei dem wir gemeinsam mit anderen Akteuren nach geeigneten Lösungen suchen, wie beispielsweise beim nachhaltigen Anbau von Lavendel (siehe „Lieblingsduft“) oder Patschuli (siehe „Die Anbau-Spezialisten“). Für verschiedene Anwendungsbereiche ist auch das Thema der nachhaltigen Forstwirtschaft für uns relevant. Viele unserer Lieferanten sind bereits durch das Forest Stewardship Council und / oder die Sustainable Forest Initiative zertifiziert. Durch unsere Teilnahme am „CDP Forest Program“ können wir unsere Fortschritte und Ansätze transparenter machen. Unsere beiden nordamerikanischen Standorte in Jacksonville, Florida, und Colonel‘s Island, Georgia, haben eine Zertifizierung des Forest Stewardship Council erhalten. Durch verschiedene Umweltziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette tragen wir außerdem dazu bei, dass Ozeane und Meere und deren Biodiversität erhalten bleiben. Symrise hat beispielsweise einen nachhaltigen Ansatz zur Fütterung der Fische mit nahrhafterem Futter entwickelt, das besser von den Fischen aufgenommen werden kann und dadurch zu besserem Wachstum und geringerer Mortalität führt. Des Weiteren ist kein zusätzlicher Fischzukauf zur Futterherstellung erforderlich. Die Aufnahmequote konnte dank höherer Verträglichkeit verbessert werden, sodass weniger Sedimente entstehen.

Im Bereich der biobasierten Forschung und Entwicklung haben wir bei Symrise zudem betriebliche Politiken, Governance-­Strukturen, Prozesse und Maßnahmen zur geschäftsbereichsübergreifenden Implementierung der Kriterien des Nagoya ­Protokolls in allen relevanten Funktionsbereichen entwickelt. Dadurch stellen wir sicher, dass der Bezug und die Erforschung bio­basierter Rohstoffe in Einklang mit internationalen Vor­gaben und nationalen Regelwerken zum „Access und Benefit Sharing“ – dem dritten Kernziel der UN Biodiversitätskonvention – erfolgt. Durch die gerechte Verteilung von Vorteilen aus der Nutzung genetischer Ressourcen leistet Symrise wirksame Beiträge zum Erhalt der Biodiversität sowie zur Förderung ­lokaler Gemeinschaften in den Ursprungsländern unserer natürlichen Rohstoffe, wie zum Beispiel in Brasilien, auf Madagaskar und darüber hinaus.

STATUS QUO

Ende 2018 waren bereits 90 % der Hauptlieferanten von Symrise (bezogen auf das Einkaufsvolumen) nach Nachhaltigkeits­kriterien bewertet. Ebenfalls haben wir damit begonnen, den Anteil unserer nachhaltig bezogenen strategischen landwirtschaftlichen und aquakulturellen Rohstoffe auf 100 % bis 2025 zu erhöhen. Bereits im Jahr 2018 konnten wir außerdem 98 % unserer Produktionsstandorte nach Nachhaltigkeitskriterien überprüfen. Als erster Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen haben wir im Berichtsjahr darüber hinaus die Zertifizierung des Forest Stewardship Council® (FSC) für unsere aus forstwirtschaftlicher Produktion stammenden Seitenströme erhalten. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise zudem auch in diesem Jahr erneut mit der Bewertung „A-“ in der Kategorie Wald zur Spitzengruppe.


Partnerschaften

Beim Thema Biodiversität sowie dem Schutz der Meere und Ozeane arbeitet Symrise seit jeher in unterschiedlichsten Initiativen, Roundtables und Kooperationen mit (Nicht-)Regierungsorganisationen und öffentlichen Einrichtungen zusammen und nutzt deren Expertise und Kenntnisse der Gemeinschaften vor Ort. Dies gilt für die Implementierung der UN Biodiversity Pledge ebenso wie in der SAI oder für den wiederholten Projektpartner GIZ auf Madagaskar oder im Amazonasgebiet. 2018 setzte sich Symrise außerdem in Kooperation mit dem Forschungsinstitut CRIEPPAM für den nachhaltigen Anbau von Lavendel in Frankreich sowie gemeinsam mit dem Zulieferer Van Aroma für den umweltschonenden Anbau von Patschuli in Indonesien ein.

Als erstes Unternehmen seiner Branche hat Symrise 2018 das Verfahren zur Aufnahme als vollwertiges Mitglied der Union for Ethical BioTrade (UEBT) erfolgreich bestanden. Damit setzen wir einen weiteren Meilenstein zur Umsetzung internationaler Biodiversitätsziele auf Unternehmensebene und möchten damit gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen sowie das Einhalten der Menschenrechte fördern.